| Umweltschutz
Über 4 Millionen Besucher
(mehr als 10.000 Menschen täglich) stellen eine erhebliche
Umweltbelastung dar (manche Besucher nehmen Lavagestein
und geschützte Pflanzen mit). Große Teile des Nationalparks
sind bereits gesperrt oder nur beschränkt geöffnet. 49%
der Gesamtfläche Teneriffas sind heute unter kontrollierten
Naturschutz gestellt.
Die Spanischen Eroberer zerstörten die einst dichten Waldbestände.
Er wurde für Haus- und Schiffbau geschlagen oder für landwirtschaftliche
Anbauflächen abgebrannt. Heute ist Teneriffa die Insel mit
dem grössten Baumbestand. Schon im letzten
Jahrhundert wurde mit der großangelegten Aufforstung begonnen.
Heute werden ausschließlich auf den Kanaren beheimatete Baumarten
gepflanzt, schnellwachsende Mittelmeerpinien und Eukalyptusbäume
werden nicht mehr eingeführt.
Das Projekt Natura 2000 soll durch die Europäische
Kommission den Schutz der Wale und Delphine gewährleisten
(von weltweit 78 noch existierender Wal- und Delphinarten sind in
den Gewässern der Kanaren 24 anzutreffen). Wale schlafen tagsüber
und halten sich nur über Wasser, um zu atmen. Werden sie ständig
durch touristische Beobachtungsfahrten geweckt, ergeben sich Stresssituationen
für die Tiere, die zu Krankheiten, Verhaltensstörungen
und verminderter Nachwuchsrate führen.
Luft
Die Industrie investiert jährlich
große Summen in die allgemeine Minderung der Abgas-Emissionen,
der TÜV wacht über Abgasnormen, die meisten PKW fahren
heute bleifrei und die Verwaltung fahndet nach Umweltsündern.
Die Naturschutzgebiete sollen künftig vom Massenansturm der
rücksichtslosen Touristen mit ihren Mietwagen geschützt
werden, es setzt sich langsam durch, diese Gebiete nur noch mit
Linienbussen und geführten Ausflugsfahrten zu erkunden (wie
auf Lanzarote). Das lässt hoffen, dass die Luft Teneriffas
weiterhin zu den besten der Welt zählen wird.
Bebauung
Die touristische Entwicklung überrollte
in wenigen Jahren ganze Küstenabschnitte. Dieser blinden Spekulation
in der Anfangsphase folgen nun als Gegenreaktion strengere
Gesetzesnormen (umweltharmonisierende Baunormen, umweltbewusstes
Hotelmanagement), leider gibt es immer wieder Bauvorhaben,
die sich nicht daran halten. Illegales Bauen wird strafrechtlich
verfolgt.
Müll
Papier, Schrott, Alteisen und Batterien
werden zur Wiederverwertung auf das spanische Festland
geschickt. Die Wiederverwertung von Glas erfolgt auf der Insel selbst.
Der gemischte Hausmüll wird zur Deponie gebracht, wo er grob
sortiert und getrennt wird. Es werden große Humusmengen gewonnen,
die der Landwirtschaft zugute kommen. Teneriffa verfügt über
die modernste und zugleich größte zentrale Abfalldeponie
der Kanaren. Eine gesetzliche Abfallgesetzgebung und strafrechtliche
Verfolgung von Umweltsündern sind Maßnahmen im Kampf
gegen wilde Müllkippen und Autowracks, die man leider noch
häufig findet.
Energie
Eine einheimische Raffinerie bietet günstig
Schweröl und Diesel zum Antrieb der Stromgeneratoren an. Zu
den Kraftwerken kommt eine steigende Zahl von Windgeneratoren
und einige kleine Wasserkraftwerke. Die vielen Hochspannungsmasten
sollen durch unterirdische Stromleitungen ersetzt werden, wofür
sich Bürgerinitiativen einsetzen. Sonnenenergie wird kaum genutzt,
da der Anschaffungspreis der Anlagen sehr hoch ist. Sehr preiswert
und verbreitet sind die Butangasflaschen, die allerorts genutzt
werden. Es gibt eine erkennbare Tendenz zu Stromsparmaßnahmen
und eine Preissenkung der bereits in Serie gefertigten Solaranlagen,
die künftig mehr genutzt werden sollen.
Trend
Umweltschutz
Einige Anbieter haben sich auf den Trend
der Zeit eingestellt und bieten ein Reiseangebot, dass ökologischen
Standards gerecht werden soll. Das weltweit führende
Touristikunternehmen TUI hat 1990 als erster Reiseveranstalter überhaupt
den Bereich Umweltmanagement eingeführt und stellt die bisherigen
Ergebnisse jetzt vor. Am Beispiel der drei Hotelanlagen Jardines
de Nivaria, Colon Guanahani und Tigaiga auf Teneriffa wird
deutlich, wie die TUI vor Ort mit Experten, Umweltschützern
und Behörden für einen umweltschonenderen Urlaub zusammenarbeitet.
Konkrete Maßnahmen der Hotels sind zum Beispiel die Nutzung
der Sonnenenergie und der Abwärme der Klimaanlagen
zum Aufwärmen des Brauchwassers. Mit modernen Waschanlagen
und eigenen Kläranlagen zum Bewässern der Gärten
und Grünflächen tragen sie damit effizient zum Wassersparen
bei. Zehn Hoteliers, die sich in Umweltfragen besonders engagieren,
erhalten einmal im Jahr den "TUI-Umwelt Champion".
Der Preis motiviert und kann zugleich zu Werbezwecken bei den Gästen
genutzt werden.
Adressen:
Hotels auf Teneriffa
Jardines de Nivaria
C. Paris S.N
E-38660 Costa Adeje,
Teneriffa
Tel: 0034-922-713 333
Fax: 0034-922-713 340
E-Mail: nivaria@nexo.es
Hotel Colón Guanahani
Avenida Bruselas
E-38660 Costa Adeje
Teneriffa
Tel: 0034-922-712 314
Fax : 0034-922-712 121
E-Mail: guanahani@nivaria.es
Hotel Tigaiga (Umwelt-Champio)
Parque Taoro 28,
E-38400 Puerto de la Cruz,
Teneriffa
Tel: 0034-922-383 500
E-Mail: info@tigaiga.com
Respekt
vor Artenschutz
Über weitere Umweltaspekte
der Insel informiert die TUI auf speziellen Busausflügen, die
abseits der üblichen Routen stattfinden. Die Teilnehmer können
auf diesen Touren auch bei der Aufforstung mithelfen. Jeep-Ausflüge
durch die zahlreichen Naturschutzgebiete (48,5 Prozent der Gesamtfläche
Teneriffas) kommen für die TUI nicht in Frage - der Artenschutz
ist bei dem Reiseanbieter ganz groß geschrieben.
Das gilt auch für das "Whalewatching".
Seit Wissenschaftler Mitte der 90er Jahre einen negativen Einfluss
der vielen Bootsausflüge auf die Wale belegt haben, bietet
die TUI nur noch Touren an, bei denen ein Mindestabstand
von 60 Metern zu den Tieren gewahrt wird, plötzliche
Geschwindigkeits- oder Richtungswechsel der Boote, Lärm, Fütterungsaktionen
sowie die Trennung von Walgruppen vermieden werden.
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